In dieser Kategorie finden Sie verschiedene Tipps zu Restaurants, Bars, Cafés.

Essen und Trinken in Cap d’Agde

Allgemeine Tipps (gelten für ganz Frankreich)

Wenn man nicht gleich einen schlechten Eindruck machen möchte sollte man in den allermeisten französischen Restaurants am Eingang warten bis das Personal einem einen Platz anbietet. Natürlich darf man sich dann auch einen anderen Platz aussuchen, falls dieser nicht reserviert ist. Platzreservierungen sind in der Hauptsaison im FKK-Dorf von Cap d’Agde eher unerwünscht oder gar nicht möglich.

In Frankreich sollte man unbedingt den guten Hauswein probieren. Wir geniessen den „vin rosé“ jedes Mal sehr. Man bestellt am besten eine Karaffe Weißwein – „une carafe vin blanc“ oder einen kleinen Krug Rotwein – „un pichet vin rouge“. Das ist fast immer ein halber Liter. Dazu kann man das kostenlose normale Leitungswasser bestellen „une carafe d’eau“ (gesprochen „d’o“). Andernfalls bekommt man wie bei uns üblich Mineralwasser aus der Flasche – „eau minerale“, das natürlich nicht kostenlos ist.

Die angebotenen Tagesmenüs, sollte man sich immer gut ansehen, bevor man à-la-carte bestellt, diese bestehen mindestens aus Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise. Achtung! Häufig kosten einige der Wahlmöglichkeiten einen kleinen oder größeren Aufpreis.

Zu den Preisen können wir sagen, dass sie im FKK-Dorf auch nicht viel teurer sind als bei uns zu Hause in vielen Restaurants.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Essenszeiten. Die französischen Gäste machen sich vor allem lustig über die Deutschen, weil die entweder Mittags um 12 Uhr in der prallen Hitze, oder aber Abends schon ab 17 oder 18 Uhr zum essen gehen. Das ist den Franzosen noch viel zu früh. Wer also nicht immer relativ alleine im Restaurant sitzen will, sollte sich am besten angewöhnen nicht vor 20 Uhr oder eher sogar 21 Uhr essen zu gehen. Das Nachtleben im FKK-Dorf kommt ja auch frühestens ab 22 oder 23 Uhr so richtig in Gang und viele ruhen sich nach dem Strand erst mal noch eine Weile aus, damit sie für den Abend fit sind.

Man bekommt übrigens in vielen Lokalen, das Essen auch zum mitnehmen für einen gemütlichen Abend auf der Terasse

Spezialitäten aus der Region

Assiette de Bouzigues vom Campingplatz Rene Oltra

Auch ohne fahrbaren Untersatz kommt man in den Genuss ganz frischer Meeresfrüchte, denn das Gute liegt so nah‘.
Auf dem Campingplatz Oltra beim Eingang auf der linken Seite findet ihr eine Bude wo ihr ganz frische Meerestiere kaufen könnt. Wer vorausplanen kann und möchte kann sich eine Assiette schon vorbestellen. Hier findet ihr Austern in verschiedenen Größen und Preisklassen, Seeschnecken, Muscheln, Krustentieren zu einem moderaten Preis.
So eine Assiette wie auf dem Bild zu sehen besteht aus einem Styroporkörper mit ganz viel Eis, darauf werden die Meeresfrüchte angeordnet und mit Zitronenscheiben garniert. Ein Töpfchen Aioli für die Boults ist ebenfalls dabei. Schmeckt köstlich und ist super frisch!
Tipp: Der Styroporbehälter sollte am nächsten Tag wieder zurück gegeben werden.

Wermutproduzent Noilly Prat

Wir sind ja mehrmals pro Jahr in Cap d’Agde Naturiste und im August 2013 haben wir in Marseillan mal den Wermutproduzenten Noilly Prat besucht.
Die Collection besteht aus dem trocken „ORIGINAL DRY“ und den feinsüßen würzigen Sorten „ROUGE“ und „AMBRE“.

„ORIGINAL DRY“ kann man auf der ganzen Welt kaufen, „ROUGE“ nur in Nordamerika, wo dieser der führende französische Vermouth ist, und der „AMBRE“ wird ausschließlich in Marseillan verkauft. Jedes Jahr zieht es deshalb mehr als 40.000 Kunden zum Place Noilly in Marseillan. Es gibt täglich Führungen in merhreren Sprachen durch die caves mit anschließender Verkostung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Nebenan ist dann auch gleich der Shop.

Die erste Rezeptur ist aus dem Jahre 1813 und wurde von Joseph Noilly entwickelt, 1955 gründete sein Sohn Louis Noilly mit seinem Schwiegersohn und Partner Claudius Prat die Firma Noilly Prat & Cie.
Der Wermut beinhaltet mehr als 20 Kräuter aus 5 Kontinenten und manche Weine die zur Herstellung des Noilly Prat Original Dry verwendet werden stammen aus dem Languedoc, insbesondere die beiden Rebsorten, Clairett und Picpoul de Pinet. Diese reifen 12 Monate in Eichenholzfässern unter freiem Himmel danach kommen die Kräuter hinzu. Noch im 19. Jahrhundert wurden die Fässer auf Segelboten zum Reifen übers Meer transportiert. Die Jahreszeiten auch Luft, Sonne und Salzwasser gaben ihm den kräftigen Geschmack und die dunkle Farbe. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird der natürliche Prozess unter freiem Himmel auf dem Festland nachgeahmt. Ein riesiges Areal mit 600 l Fässern, sogenannte Demi-Muid-Fässer, stehen im Enclos Ste Anne, das man auch besichtigen kann. Nach einem Jahr wird der Wein in den Lagerkeller gebracht und mit dem Mistella vermischt. Dann kommen die Gewürze und Pflanzen in der Kammer der Geheimnisse in den Wein und werden 3 Wochen täglich von Hand untergerührt. Diese Methode nennt man auch „Dodinage“. Die Mazeration verleiht dem Noilly Prat Original Dry seinen Charakter und Geschmack. Danach werden die Kräuter und Pflanzen vom Wein getrennt und gefiltert und nach 6-wöchiger Lagerung in Eichenholzfässern in Flaschen abgefüllt.

Rezeptvorschlag als Apéritif: 1-2 Eiswürfel in ein Weinglas geben, 2 Teile Noilly Prat Original Dry dazu und mit einer Zitronenschale garnieren. Perfekt schmeckt es zusammen mit frischen Austern.

Hier die Route von Cap d’Agde Naturiste nach Marseillan

Gästetipps

Hallo Elke & Karl Heinz,

Zum Abendessen fahren wir oft an den Kanal Herault, in Le Grau d´Agde – Restaurant La Pergola – Menü für 15,50 € – wir nehmen oft Salat und anschließend eine Dorade

Anfahrtbeschreibung:
Durch Le Cap d´Agde durchfahren am Golfhotel vorbei in Richtung Rochelongue, danach in Richtung Le Grau d`Agde am Archipel vorbei in Richtung Kanal.

In Marseillan am Historsichen Hafen gibt es auch schöne Lokale, unbedingt dort auch die Kirche anschauen!

Aufgefallen ist uns noch das der Fahrradweg von Sete bis Beziers neu gemacht wurde, dieser geht meist am Kanal Midi entlang. Im Frühjahr und Herbst ist das bestimmt auch was für Eure Gäste.

Nach der Schleuse in Vias am Kanal Midi gibt es noch ein gutes Lokal in Richtung Beziers. Es ist auf der linken Seite vom Kanal, man muss über eine alte Brücke.

Liebe Grüße aus Karlsruhe
Heide & Günther

 

Beitrag eines Paares aus Mönchengladbach vom 01.06.2011

Danke dass wir diesen tollen Text hier veröffentlichen dürfen!

Was braucht man im Urlaub sonst noch außer Luft und Liebe, Meer und Sonne. Richtig, etwas für den Magen, also etwas zum Essen und Trinken. Doch darum braucht man sich keine Sorgen machen, es gibt mehr als genug Restaurants im ganzen Gelände verteilt, angefangen von Essen im Schnellverfahren (Hähnchen, Hamburger, Pizza) über die normale bis zur gehobenen Gastronomie mit französischer, italienischer, internationaler, aber z.B. auch indischer und sonstiger Geschmacksrichtung, außerdem spezielle Fisch – und Meeresfrüchte-Restaurants, eine nette kleine Crêperie , Restaurants mit Holzofen und auch „Erlebnis-Gastronomie“. Hier muss man einfach selbst auf Entdecker-Tour gehen, am besten mit Taschenwörterbuch, denn eine Auflistung würde zu weit führen.

Die Franzosen sind ja bekanntermaßen Genießer, was sich auch im Angebot (und in den Preisen) niederschlägt. Viele Restaurants bieten ein komplettes, fertiges Menü an, oder man kann sich die Gänge aus verschiedenen Alternativangeboten selbst zusammenstellen. Manche Speisekarten gibt es sogar mit einer (nicht immer hilfreichen) deutschen Übersetzung. Wer weiß schon, was „Muskelmagen“ ist?
Auch für diesen Einsatz lohnt sich also der Erwerb eines Taschen-Wörterbuchs.

Wenn man keinen speziellen Wein-Favoriten hat, ist man gut beraten, sich einen „Vin de table“, also z.B. einfach ein „demi vin blanc“ (Weißwein)zu bestellen, das kommt dann in der Karaffe und normalerweise ist auch noch Wasser dabei. Es gibt ein sehr reichhaltiges Angebot an regionalen Weinen für jeden Geschmack, auch die Supermärkte sind gut sortiert.

Das Frühstück fällt in Frankreich meist nicht sehr üppig aus. Wenn man ein Frühstücksfan ist, lohnt sich hier also Eigenversorgung. Viele Bäcker (oder Cafés, – was nix mit Kaffee und Kuchen zu tun hat -….!!) bieten aber auch „Petit dejeuner“ an, das beinhaltet normalerweise ein Heißgetränk, ein Croissant, ein kleines Glas O-Saft, ein Stück Baguette, etwas Butter und Konfitüre zum Preis zwischen 6 und 8 Euro. Man kann natürlich gegen Aufpreis auch „aufstocken“, damit man bis zum Abend durchhält….

Das Eis zwischendurch schlägt leider ziemlich teuer zu Buche, eine Kugel (Boule) in deutscher Größenordnung, also beileibe kein Maxi-Eis kostet in ganz Frankreich etwa 2,50 Euro. Für das Magnum aus dem Kühlwagen am Strand sind bis zu 3 Euro fällig.