Reisebericht von Mac und Vida aus der Region Köln

Privater Reisebericht

Von uns zu Hause (Raum Köln) via Luxemburg bis nach Nancy bzw. Toul ist es eine mautfreie Autobahn bzw. in Deutschland die B51 durch die Eifel. Mit dem WoMo etwas langsamer als sonst, waren wir dennoch nach gut dreieinhalb Stunden dort. In Toul von der Bahn und … um 18 Uhr eine leere Nationalstraße und laaange gerade aus. Und das sollte auch so oder so ähnlich bleiben. Schöne Landschaft und ein historisches Langress, in dem wir auf dem Rückweg toll Pause machen konnten. Bis Dijon macht die N auch mit dem WoMo keine Probleme und eine Übernachtung in einem dem schönen Dörfer am Rande ist sehr still. Wir bekamen vom fahrenden Bäcker morgens in der Sonne frische Croissants.

Dijon ist eine Baustelle und klaut einem über ein halbe Std. Danach geht es via A 38 30 Minuten bis Paully und Maut frei. Wieder von der Bahn und eine tolle Landschaft mit N vielfach 3-5 km gerade aus. Bis Autun macht es auch richtig Spaß. Doch dann kommt die Ochsentour… leider. Die wunderschöne Landschaft, durchzogen mit undendlicher Natur, und hier und da mal ein altes Herrenhaus oder ein historisches Anwesen, erfährt man auf kurvigen und auch zeitweise engeren Straßen. 96 Km bis Moulins von denen rund 70 nicht einfach abzuarbeiten sind, wenn man 4 Tonnen und 7,20 m x 2,30 m zu bewegen hat. Wir freuen uns kein größeres WoMo zu haben.

Die letzten 20 km bis Moulins sind dann wieder Km-Flieger auf langen gerade N. Von Moulin bis Clermont verfährt man sich mit einem Navi der besseren Art sicher weniger. Wir haben ein Edel(schrott)teil von Pioneer und … es ausgeschaltet. Die vorhandene Karte ließ uns via Vichy fahren, weil die Franzosen ein sehr merkwürdiges Beschilderungssystem haben … jedenfalls für uns britisch-deutsche Lovelifecom. Es geht nämlich nicht nach Straßennummer und die ist immer gleich sondern nach Orten. Eine N7 zieht sich nur auf der Karte durchs Land, in Realität nicht. Die Strecke bis Clermont war dann etwas länger als geplant. Von Clermont bis zum Cap (wir sind auf der Hintour erst noch an die Costa Blanca) ist dann wieder Autobahn ohne Maut.

Die Autobahn durchs Zentralmassiv war kalt und teilweise regnerisch und in St. Flour fehlte nur noch der Schnee. Die über 330 Km von Clermont bis zum Cap steigen auf über 1.100 Höhenmeter an, was für den PKW und neue WoMo kein Problem ist. Nur der Wind macht es manchmal nicht leicht. Ein echter Hingucker ist die Brücke von Millau in der 2. Hälfte Clermont zum Cap. Sie kostet allerdings „Eintritt“ 10,10 € für unser Baby und nur auf der Rückreise konnten wir das tiefe Tal sehen.

Fazit: Von Köln bis ans Cap brauchten wir mit einer Übernachtung an einem malerischen Bachlauf 16 1/2 Stunden Fahrzeit. Ohne Baustellen in Dijon geht es auch was flotter. 1.160 Km ohne Mautautobahn aber mit größtenteils toller Landschaft und historischer Architektur. Viel Gelegenheit, die Anreise schon zum Urlaub werden zu lassen. Was wir nicht hatten, war (auto)verkehr auf den N. Vielfach waren wir alleine mit dem WoMo. Hier und da ein LKW der durchs Land flog oder ein anderes WoMo auf der Ausweichroute. Keine Staus, keine Wartezeit an der Zahlstelle und keine Unfälle. Auch die Ortsdurchfahrten waren fast ausnahmlos verkehrsarm. Wir fragten uns mehrfach: Wo sind denn die Franzmänner?

1.067 Km wären es via Autobahn ab Toul und über Lyon gewesen. 4 h weniger Fahrzeit aber knapp 90 € mehr Maut hätten das gebracht. Die Mautdifferenz wird zu einem Teil durch Millau und die Mehrkilometer wieder aufgezehrt, hin und zurück wären es dann schon ca. 150 € Ersparnis beim WoMo. Sind 3 x Eintritt im Glamour, 5-6 Tage bei Oltra oder ein Mehr beim shoppen.

Am Ende muss jeder abwegen, was ihm wichtiger ist. Wir werden, wenn wir wenig Zeit haben die Autobahn nehmen und ansonsten noch andere Nationalstraßen ausprobieren.

Vielen Dank, Mac und Vida, für diesen Anreisetipp auf mautfreien Straßen in Frankreich!!!!